Bild@Schirm
Programm für Kinder und Jugendliche im Rahmen der Museumsnacht und der Aktion StudioVisits@Night

Kunsthalle Fridericianum, Kassel
07. September 2013, 17-20 Uhr

Im Rahmen der Museumsnacht gewährte das Fridericianum Einblick in den Aufbau der Ausstellung „Speculations on Anonymous Materials“, die weltweit internationale künstlerische Positionen zusammenbrachte, die sich der Reflexion der neuen Technologien, sowie den daraus resultierenden Bildwelten zuwenden und den rasanten und tiefgreifenden technologischen Wandel neu denken lassen. Die internationalen Künstler_innen und alle anderen an der Ausstellung Beteiligten wurden per Skype in die Museumsräume geschaltet.

Bild@Schirm

Bild@Schirm griff die Thematik der Ausstellung auf. Gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen untersuchte a7.außeneinsatz die Bildwelten des Internets. Ausgangspunkt der Forschungen waren die täglichen (Bild-)Erfahrungen der Kinder.

Bild@Schirm I (Offenes Vermittlungsangebot für Kinder ab 5 Jahren)
In Bild@Schirm I untersuchten wir gemeinsam mit Kindern die Bildwelten des Internets: Lieblingswebseiten wurden besucht und Bild- sowie Videosuchmaschinen nach den interessantesten Bildern durchforstet. Es entwickelten sich Gespräche über die Besonderheiten von Bildern im Internet. Wir fanden heraus, dass Bilder im Internet schneller zu finden sind als in Büchern, das sie sich bewegen können, nicht ausbleichen, sich aber nicht wirklich anfassen lassen. Einen kleinen Teil dieser Bildwelten des virtuellen Raums transferierten die Kinder in den Museumsraum. Bilder wurden ausgedruckt und zu Ausstellungsexponaten umfunktioniert. Nach und nach wurde der Raum von immer mehr Tieren, Comicfiguren, Legoarchitekturen und Jedi-Rittern bevölkert. Es entstand eine gemeinsame Installation und eine neue Bildwelt hielt Einzug ins Museum.

Bild@Schirm II (Aktion für Kinder und Jugendliche ab 8 Jahren, begrenzte Teilnehmerzahl)
In Bild@Schirm II kamen Kinder und Jugendliche mit Personen ins Gespräch, die an der bevorstehenden Ausstellung im Fridericianum mitwirkten. Über Skype wurden Techniker aus dem Aufbauteam des Fridericianum, der an der Ausstellung beteiligte Künstler Oliver Laric und der Verleger Tom Lamberty (Merve Verlag) zugeschaltet. Ausgehend von gemeinsam erdachten Fragen der Kinder, entsponnen sich nicht nur Gespräche über die „Berufe“ der zugeschaltet Personen und darüber wie eine Ausstellung eigentlich entsteht. Es entwickelten sich vor allem Unterhaltungen über die Bildwelten des Internets. Dabei wurden die Inhalte zugleich durch die Videotelefonie selbst erfahrbar: So überraschte Oliver Laric beispielsweise mit digital-spielerischen Verfremdungen seines eigenen Videobildes. Im Gespräch mit Tom Lamberty wurde insbesondere die Frage nach Raum, Nähe und Ferne, in der hochtechnologisierten Jetztzeit erfahrbar – auf seinem Ipad zeigte er seine Wohnung und eröffnete auf Nachfragen der Kinder den Blick aus seinem Fenster. Kassel und das vierhundert Kilometer entfernte Berlin rückten in diesem Moment sehr nah aneinander heran und blieben sich zugleich fern.

In der Umsetzung des Projekts wurde a7.außeneinsatz durch die Kunstvermittler_innen Lina Krüger und Antje Goebel unterstützt.

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